Warum ueberhaupt ein Maehroboter?
Die Antwort ist einfach: grosses Grundstueck, keine Zeit. Wer schon mal einen grossen Rasen von Hand oder mit dem Aufsitzmaeher gepflegt hat weiss wie viel Zeit das frisst – vor allem wenn man es regelmaessig machen will. Der Gardena smart SILENO Free war da die logische Loesung.
Was ich nicht wollte: einen Roboter der einfach nach Zeitplan faehrt, egal was draussen passiert. Nasses Gras, bruetende Hitze, stroemender Regen – das ist schlecht fuer den Rasen und fuer den Roboter. Also habe ich ihn in Home Assistant eingebunden und mit meiner Ecowitt Wetterstation verknuepft.
Die drei Bedingungen fuer das Maehen
Meine Automation prueft vor jedem Maehstart drei Dinge. Nur wenn alle drei erfuellt sind faehrt Robbie los – sonst bleibt er in der Station.
1. Kein Regen – aktuell und in der Vergangenheit
Die einfachste Bedingung: Wenn es gerade regnet faehrt Robbie nicht. Dafuer schaue ich auf den Sensor sensor.gw1100a_rain_rate meiner Wetterstation. Ist der Wert groesser als 0 – kein Maehen.
Aber Regen allein reicht nicht. Auch nach einem Regenschauer ist das Gras noch nass und ein Schnitt waere schlecht. Deshalb pruefe ich zusaetzlich den Taupunkt.
2. Taupunkt niedrig genug – Gras ist trocken
Der Taupunkt ist der entscheidende Wert. Liegt die Aussentemperatur nah am Taupunkt ist die Luft gesaettigt und Oberflaechen wie Gras sind feucht – auch ohne sichtbaren Regen. Mein Sensor dafuer ist sensor.gw1100a_dewpoint.
Ich habe empirisch herausgefunden: Wenn die Differenz zwischen Aussentemperatur und Taupunkt weniger als 3 Grad betraegt ist das Gras in der Regel noch zu feucht. Erst ab einer Differenz von 4 Grad oder mehr gebe ich Robbie die Freigabe.
3. Nicht zu heiss – Schutz fuer Rasen und Roboter
Das war eine Erkenntnis aus der Praxis: Bei grosser Hitze sollte man den Rasen nicht maehen. Der Stress durch den Schnitt kombiniert mit praller Sonne schadet dem Gras nachhaltig. Ausserdem wird der Akku des Roboters bei extremer Hitze staerker belastet.
Deshalb hat meine Automation eine Temperaturgrenze: Ueberschreitet sensor.gw1100a_outdoor_temperature einen bestimmten Schwellenwert – bei mir 28 Grad – bleibt Robbie in der Station.
Wie die Automation konkret funktioniert
Die Automation laeuft morgens um eine feste Uhrzeit und prueft alle drei Bedingungen gleichzeitig. Sind alle erfuellt sendet sie den Startbefehl an lawn_mower.robbie. Ein Input Boolean input_boolean.mahroboter_heute_gestartet verhindert dass Robbie mehrfach am Tag gestartet wird – auch wenn die Bedingungen sich zwischendurch aendern.
Am Ende des Tages wird der Boolean automatisch zurueckgesetzt damit er am naechsten Morgen wieder starten kann.
Das Ergebnis: Robbie faehrt wenn es sinnvoll ist
Seit diese Automation laeuft habe ich Robbie kaum noch manuell gestartet. Er faehrt selbststaendig an trockenen Tagen, spart sich heisse Mittagsstunden und bleibt bei Regen brav in seiner Station. Der Rasen sieht besser aus als vorher – und ich muss mich um nichts kuemmern.
Die Kombination aus Maehroboter und Wetterstation ist fuer mich eines der besten Beispiele was ein Smart Home leisten kann wenn die richtigen Sensoren vorhanden sind.